Welche Rolle spielt die Gebärmutterschleimhaut beim wiederholten Scheitern einer Implantation (RIF)?

Dr. Alessandra Eissler
Gynäkologin

Category:
Implantation von Embryonen

WELCHE ROLLE SPIELT DIE GEBÄRMUTTERSCHLEIMHAUT BEIM WIEDERHOLTEN SCHEITERN EINER IMPLANTATION (RIF)?
In diesem Video erfahren Sie:
  • Wie verläuft der Prozess der Einnistung des Embryos ab?
  • Was ist wiederholtes Implantationsversagen?
  • Was brauchen wir, um eine erfolgreiche Implantation zu erreichen?
  • Was sind die Ursachen für Implantationsfehler:
    • Embryonale Faktoren
    • Endometriale Faktoren
    • Implantationsfenster
    • Immunologische Aspekte
    • Mikrobiom
    • Anatomische Aspekte

Welche Rolle spielt die Gebärmutterschleimhaut beim wiederholten Scheitern einer Implantation (RIF)?

In diesem Webinar spricht Dr. Eissler, Kinderwunsch-Expertin bei IVF Life in Alicante, über die Rolle des Endometriums bei wiederholtem Implantationsversagen. Sie sagt, es sei sehr wichtig, als Patientin zu verstehen, warum und welche Therapie durchgeführt werden sollte und was der Hintergrund der nächsten Schritte ist, die die Ärzte unternehmen. Deshalb ist es wichtig, all diese Methoden im Detail zu erklären.

Der Prozess der Einnistung des Embryos

Dr. Eissler erklärt zunächst, wie die Einnistung eines Embryos funktioniert, d.h. wie der Einnistungsprozess genau abläuft. Der Prozess der Einnistung beginnt mit einem Embryo, der sich seinen Weg durch die Eileiter in die Gebärmutter zur Gebärmutterschleimhaut sucht. Während dieser Reise bricht der Embryo, wächst, die Zellen teilen sich und schlüpfen. Dies geschieht am fünften bis sechsten Tag nach der Befruchtung, am sechsten bis siebten Tag findet die Annäherung statt. Schließlich, am 7. und 8. Tag, nistet sich der Embryo ein. Das Embryo bindend sich in die Gebärmutterschleimhaut und am Tag 8 bis 9 erfolgt die Invasion. Das heißt, dass die Zellen des Embryos in die Gebärmutter einwachsen.

Wiederholtes Implantationsversagen

Von wiederholtem Einnistungsversagen spricht man, wenn die Schwangerschaft trotz des Prozesses nicht eintritt. In der Klinik IVF Life in Alicante spricht man von wiederholtem Implantationsversagen, wenn drei oder mehr Embryonen transferiert wurden und es trotzdem nicht zu einer Schwangerschaft kommt. Es hängt sowohl von der Qualität des Embryos als auch vom Alter der Frauen. Es gibt derzeit keine allgemein anerkannte Definition des wiederholten Scheiterns einer Einnistung, aber die große Mehrheit der Kliniken definiert es auf dieselbe Weise, wie es in der Klinik IVF Life gemacht wird.

Eine erfolgreiche Implantation

Dr. Eissler erklärt, was nötig ist, um eine Einnistung zu erreichen. Wir brauchen einen Embryo, der gesund ist – genetisch gesehen und von guter Qualität – und wir brauchen eine schwangerschaftsfreundliche Gebärmutterschleimhaut. Die Kombination aus beidem ist dann sozusagen das Dreamteam, bei dem einer Schwangerschaft nichts mehr im Wege stehen sollte.

Die Ursachen für Implantationsfehler:

Embryonale Faktoren

Zuallererst sind da die embryonalen Faktoren. Diese lassen sich in mehrere Einheiten unterteilen, und die wichtigste, so Dr. Eissler, ist die Qualität des Embryos und seine genetische Gesundheit. Heutzutage können die Embryonen getestet werden mithilfe der PGT-A. Ein weiterer embryonaler Faktor ist der männliche Faktor. Die Fruchtbarkeit hat nicht nur mit der Frau zu tun, sondern auch die Qualität der Spermien ist von großer Bedeutung. Die Genetik spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung der Schwangerschaft.

Endometriale Faktoren

Ein weiter Faktor sind die Endometrien Faktoren. Bei manchen Frauen kann es zu einer Verschiebung des Implantationsfensters kommen. Das Einnistungsfenster ist der Zeitraum, in dem die Gebärmutterschleimhaut für den Embryo empfänglich ist: zwischen Tag 19 und 21 des Zyklus. Ungefähr 7 Tage nach dem Eisprung. Mögliche Folgen einer Veränderung des Einnistungsfensters: Implantationsversagen, früher Schwangerschaftsverlust. Wie viele Patientinnen haben ein verschobenes Einnistungsfenster? Die meisten Patientinnen sind prä-rezeptiv, 25 % der Patientinnen sind prä-rezeptiv und 9,2 % sind post-rezeptiv. Dr. Eissler erklärt, dass das verschobene Einnistungsfenster durch eine Biopsie der Schleimhäute nachgewiesen werden kann – die Untersuchung wird ER Map genannt.

Immunologische Aspekte

Wenn vorherige Kinderwunschbehandlungen oder Versuche schwanger zu werden immer wieder an Implantationsproblemen oder bei wiederholten Fehlgeburten scheitern, ist es empfehlenswert eine spezifische immunologische Analyse durchzuführen. Mithilfe der immunologischen Analyse (Im Map) kann die Ursache von Einnistungsproblemen und wiederholten Fehlgeburten ermittelt werden. Dieser Test wird empfohlen, nachdem embryonale Einnistungsstörungen oder Faktoren der Gebärmutterschleimhaut ausgeschlossen wurden.

Mikrobiom

Ein weiterer Test, der hilft, die Gebärmutterschleimhaut optimal auf den Transfer vorzubereiten und mögliche Hindernisse zu beseitigen, ist das Mikrobiom, also die mikrobiologische Mapping der Gebärmutterschleimhaut. Hier analysiert das Labor, wie die Mikrobiota der Gebärmutterschleimhaut auf molekularer Ebene aussieht, und es wird geschaut ob und zu welchem Anteil schädliche und nützliche Mikroorganismen in der Gebärmutterschleimhaut vorhanden sind.

Anatomische Aspekte

Die Endometriose beschreibt das Vorliegen von Gebärmutterschleimhaut an anderen Stellen, z.B. im Bauchraum, in den Eierstöcken, in den Eileitern, aber auch in der Gebärmuttermuskulatur. Wenn sich die Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmuttermuskulatur befindet, spricht man von Adenomyose. Adenomyose ist im Prinzip die Endometriose des Uterus. Dr Eissler erklärt, dass die Adenomyose relativ schwer zu behandeln ist. Es gibt verschiedene Ansätze, einer davon ist der GnRH-Antagonist. Eine operative Sanierung der Adenomyose ist in der Regel nicht sinnvoll und auch gar nicht erst möglich.

Weitere anatomische Besonderheiten, die die Einnistung des Embryos behindern können, sind zum einen Hydrozyklen. Der Hydrosalpinx beschreibt einen mit Flüssigkeit gestauten Eileiter. Weitere anatomische Faktoren sind Gebärmutterseptumanomalien, Myome, Endometriumpolypen.
Als Letztes spricht Dr. Eissler über die PRP-Injektionen. PHP ist ein relativ neues und noch experimentelles Verfahren, bei dem Plasma aus dem Blut der Patientin entnommen, im Labor aufbereitet und der Wachstumsfaktor und andere plasmatische Wirkstoffe extrahiert werden, die dann über eine Hysteroskopie in die Gebärmutterschleimhaut eingebracht werden können.

Angenommen, es wird eine Antibiotikatherapie notwendig – wird die Biopsie nach der Therapiegabe wiederholt?

Das hängt davon ab, was der Grund für die Antibiotikatherapie ist, aber in der Regel wird die Biopsie wiederholt, und wenn z. B. der empfänglichste Tag nicht erreicht wird, müssen wir einen weiteren Zyklus durchführen, um den genauen Tag der Empfänglichkeit herauszufinden, sodass die Ergebnisse der Therapie natürlich je nach individueller Situation überprüft werden.

Gibt es irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen oder Schritte, die Patientinnen vor Beginn ihrer IVF-Reise ergreifen können, um die Gesundheit der Gebärmutterschleimhaut zu optimieren und das Risiko einer fehlgeschlagenen Implantation zu verringern?

Leider kann man auf die Gebärmutterschleimhaut oder die Gesundheit der Schleimhaut persönlich sehr wenig Einfluss nehmen, das ist eher die Aufgabe der behandelnden Kinderwunschklinik, dafür zu sorgen, dass es möglichst wenig Risiken gibt, z.B. übermäßige Eingriffe in die Gebärmutter so gering wie möglich zu halten. Aber persönlich kann man leider nicht viel im Vorfeld beitragen.

Kann ein Transfer eines Embryos im Blastozystenstadium helfen, einen wiederkehrenden Implantationsfehler zu vermeiden?

In unserer Klinik übertragen wir fast ausschließlich Blastozysten, weil die Qualität von Blastozysten viel einfacher zu beurteilen ist als die eines Embryos vom dritten Tag. Morula haben nur 8 Zellen und Blastozysten mehr als 120 Zellen, so dass es natürlich prognostisch sinnvoller ist, einen Embryo zu übertragen, der sich bereits entwickelt hat und bei dem wir die Qualität besser beurteilen können.

Wie diagnostiziert man Adenomyose ? Ist es möglichmit Ultraschall? Oder 3D US? MRT?

Die Diagnose der Adenomyose ist eigentlich relativ schwierig und wird deshalb leider oft verzögert.  Im Prinzip ist die Diagnose per Ultraschall möglich.  Es ist aber ähnlich wie mit der Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutter. Um die Zeit der Periode ist die Gebärmutterschleimhaut super, super dünn, linear – das heißt, man kann sie kaum sehen.  Dementsprechend ist die Adenomyose fast unsichtbar. Wenn wiederum gerade die Periode stattfindet und das blutet, dann sieht man die Ademomyose in der Muskulatur. Es ist jedoch sehr schwierig, eine Adenomyose mit Sicherheit zu diagnostizieren; dazu sind mehrere Ultraschalluntersuchungen oder sogar eine MRT-Untersuchung erforderlich.

Ist es ein Problem, eine zurückliegende Gebärmutter zu haben?

Manche Menschen haben eine Gebärmutter, die nach vorne schaut und manche Menschen haben eine Gebärmutter, die nach hinten schaut. Die Frage ist nun, was der Grund dafür ist? An sich ist die Richtung der Gebärmutter völlig irrelevant. Gibt es aber einen Grund dafür, dass die Gebärmutter in eine andere Richtung schaut, dann kann es zum Beispiel aufgrund von Endometriose, Verwachsungen im Bauchraum oder aufgrund eines großen Myome die Gebärmutter in die andere Richtung ziehen.

Wie lange behält die Feststellung des rezeptiven Zeitfensters Gültigkeit?

Die Ergebnisse der Biopsie sind ein Jahr lang gültig, danach muss sie wiederholt werden.

Wie dick muss idealerweise Gebärmutterschleimhaut sein für erfolgreiche Implantation?

Wir sind mit einer Gebärmutterschleimhaut von sieben oder mehr zufrieden. Die optimale Gebärmutterschleimhaut liegt zwischen sieben und zwölf.

Haben Sie Tipps die Schleimhaut gut aufzubauen?

In unserer Klinik bauen wir die Schleimhaut nach einem bestimmten Protokoll auf. Wir haben ein bestimmtes Protokoll wie wir den Transfer-Zyklus mit Hormonen mit Östrogenen und Progesteron begleiten, wenn das nicht ausreicht, gibt es andere Therapiemöglichkeiten, die in Betracht gezogen werden können, zum einen weitere Medikamente, die eingesetzt werden können oder eben dann die PRP-Installation, die oft aber nicht immer eine deutliche Besserung zeigt.

Wann wird die Eizellspende als Lösung für die embryonale Ursache des RIF vorgeschlagen?

Dies ist eine individuelle Entscheidung und muss mit dem Paar individuell besprochen werden und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die RIF allein reicht nicht aus, um keine weitere Therapie durchzuführen und direkt zur Einzelspende überzugehen. Dennoch abhängig vom Alter der Patientin abhängig, von den Behandlungen, die die Patientin insgesamt bereits durchlaufen hat, abhängig davon, wie viele der von mir vorgestellten Verbesserungsmöglichkeiten bereits durchgeführt wurden, ist dann mit der Patientin zu überlegen, ab wann eine Eizellspende sinnvoll ist und diese dann entsprechend zu verschreiben.

Ich habe eine PRP-Spülung in Deutschland machen lassen, leider hat es bei mir nicht zum besseren Aufbau geführt. Wissen Sie, ob die deutschen KollegInnen ein anderes PRP-Verfahren haben als in Spanien?

In unserer Klinik leiten wir das erste PRP mittels Histoskopie, d.h. mit Gebärmutterspiegelung ein, d.h. wir spritzen das erste PHP direkt in die Gebärmutterschleimhaut. In Deutschland wird nur die Flüssigkeit in die Gebärmutterhöhle gelassen, wie bei einer Gefäßspülung, das heißt, die Flüssigkeit wird nicht in die Gebärmutterschleimhaut, sondern nur in die Gebärmutterhöhle gespritzt.

Können zu “alte Spermien” (47 Jahre) zu Implantationsversagen führen, trotz Eizellspende? Spermiogramm in Ordnung, Gebärmutterschleimhaut im US super, Laborwerte (Progesteronwert usw) auch.

Wie bereits erwähnt, gibt es leider vieles im Bereich der Spermien, das wir noch nicht erforschen können. Vielleicht werden wir in zehn Jahren mehr darüber wissen. Leider stellen wir immer wieder fest, dass trotz eines perfekten Spermiogramms, allein durch die Beobachtung der Befruchtung, ein männlicher Faktor vorhanden sein muss, der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genauer definiert werden kann. Dennoch werden wir in der Klinik auch zwei Tests durchführen, die oft nicht durchgeführt werden: Die DNA-Fragmentierung und die Spermienapotheoserate, die die Anzahl der Spermien angibt, die sich selbst umbringen. Das Alter der Spermien allein muss bei 47 Jahren keine Rolle spielen. Die Spermien werden immer wieder produziert, das ist der große Unterschied zum Eizellen, und daher hat man den Vorteil, dass der männliche Faktor etwas weniger vom Alter abhängig ist, aber natürlich spielen auch andere Umstände eine Rolle, wie Lebensstil und Infektionen.

Behandeln Sie Verwachsungen in der Gebärmutter (Synechien)? Wenn ja, wie? Ist es möglich, über 8cm GM-Schleimhaut und regelm. normale Blutungen zu haben und gleichzeitig Verwachsungen (ohne mechanische oder infektiöse Ursuchen) zu entwickeln?

Ja, das ist möglich, wir behandeln Verwachsungen in der Gebärmutterschleimhaut, wir machen bei jeder Erstvorstellung (oder zumindest ich) eine Hydrosonographie, einen Transfer-Test, ich gehe in die Gebärmutter ein um zu sehen, ob es irgendwelche Probleme gibt vor dem Tag des Transfers, dass man eigentlich keine negativen Überraschungen haben möchte. Deswegen machen wir das vorne weg.

Wann werden PRP-Installationen und wann PRP-Injektionen genutzt? Ich dachte, Injektion sind eher zur Eierstock-Verjüngung?

Wir beginnen in der Regel mit einer PRP-Injektion in die Gebärmutterschleimhaut und fahren dann mit PHP-Installationen fort. Injektion bedeutet in der Medizin einfach die Injektion eines Medikaments in ein Gewebe. Es gibt auch Injektionen in den Eierstock zur Verjüngung, bei denen PRP-Plasma verwendet wird, um den Wachstumsfaktor zu extrahieren und ihn in das Eierstockgewebe zu injizieren.

Ist es möglich, dass die Entwicklung des Embroys und Gebärmutterschleimhautaufbau auseinander geraten? Also zB iRv ICSI die Blastozyste übertragen werden soll, die GM-Schleimhaut aber noch nicht oder bereits nicht mehr empfänglich ist ? Wenn ja, wird das Embryon dann eingefroren und erst im nächsten Zyklus übertragen?

Häufig frieren wir die Embryonen ein und tauen sie dann für den Transfer auf. Auf diese Weise können wir die Embryonalzeit und das Implementierungsfenster besser koordinieren. Aber es ist auch die Möglichkeit für die Patientin, sich nach der Stimulation zu regenerieren, und normalerweise warten wir sogar einen Zyklus, bevor wir den Transfer planen.

Können Verwachsungen (Synechien) in der Gebärmutter auf Endometriose hinweisen? Empfehlen Sie dann zur Abklärung eine Bauchspiegelung?

Hier ist zu unterscheiden zwischen verwachsenen im Bauchraum und Verwachsungen in der Gebärmutter. Da Endometriose überwiegend im Bauchraum stattfindet können verwachsenden im Bauchraum in der Tat auf eine Methode Hinweisen. Verwachsenen in der Gebärmutter haben in der Regel wenig mit Endometriose zu tun. Auch Adenomiose sitzt in der Muskulatur der Gebärmutterwand, kann an der Schleimhaut auch sitzen macht aber in der Regel nicht direkt der Mutter Erwachsenen hier ist er dann das Syndrom beispielsweise zu erwähnen was auftreten kann wenn man viele ausschauungen hatte dass die Gebärmutterschleimhaut verwechst.

Würden Sie den Kryotransfer auch im normalen Zyklus empfehlen? Ohne hormonelle Behandlung?

Wir machen in unsere Klinik fast überwiegend Kryotransfere, weil das deutlich besser planbar ist für die Patienten. Wir haben viele Patienten aus dem Ausland, die hier anreißen,  dementsprechend sind wir auch darauf angewiesen, dass wir die ganze  Behandlung so gestalten, dass die Patienten planen können. Aber wie auch schon erwähnt hat das auch bei handlungstechnisch große Vorteile, weil wir das Implantationsfenster viel besser anfangen können.  Es geht auch in einem normalen Zyklus, ohne hormonelle Behandlung, allerdings haben wir dann nicht mehr so einen großen auch Einfluss  auf die Progesteronzeit, da ist es da einfacher, wenn die Patientin vor Ort sind und wir den natürlichen Zyklus überwachen können, was häufig nicht möglich ist, weil die Patienten aus dem Ausland kommen.

Sollte man sich für Embryon-Spende entscheiden- kann man in Ihrer Klinik sich weitere Embryonen von den gleichen Spendern reservieren lassen, um Geschwister haben zu können?

Als Klinik bieten wir kein Protokoll an, das eine Familienplanung in diesem Sinne ermöglicht. Denn das können wir natürlich nicht garantieren. Wenn wir die Möglichkeit haben, sind wir bereit, für das zweite Kind wieder den passenden Embryo oder Spender auszuwählen, aber wir bieten kein Familienplanungspaket an.

Wir haben eine allgemeine DNA-Testung gemacht; bei Mann und Frau, war beides unauffällig. Sollte man trotzdem den DNA-Defragmentationstest machen lassen? Ist der Test anders?

Ich gehe jetzt davon aus, dass mit dem allgemeinen DNA-Test der Karyotyp gemeint ist, also wenn die Chromosomen eines Mannes und einer Frau zerlegt und untersucht werden. Der DNA-Fragmentierungstest, ich bin mir nicht ganz sicher, ob damit der Test des Spermas gemeint ist, das ist im Prinzip der Test, ob die DNA geschädigt ist, unabhängig davon, wie die DNA aussieht, unabhängig davon, wie sie aussieht, wenn sie aufgeschlüsselt wird, aber es geht hauptsächlich um die Schädigung der DNA, was durchaus Sinn macht, das im Spermiogramm untersuchen zu lassen. Der andere Test, den wir anbieten, der die DNA der Embryonen untersucht, ist der PGT-A, der die DNA der Embryonen untersucht. Auch hier kann es zu Verschiebungen kommen, die aus dem Karyotyp der Mutter und des Vaters allein nicht ersichtlich sind.

Können Nahrungsergänzungsmittel (Omega 3, Zink, Selen) die Implantation verbessern (Eizellspende)?

Insgesamt ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sehr zu empfehlen, ebenso wie eine ausreichende und ausgewogene Bewegung. Nicht nur wegen der gesundheitlichen Auswirkungen, sondern auch um Stress abzubauen. Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3-Zink und Selen können die Implantation verbessern, aber man muss dies immer individuell abwägen und sollte sich nicht überdosieren.
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Autoren
Dr. Alessandra Eissler

Dr. Alessandra Eissler

Dr. Alexandra Eissler, ist eine Fruchtbarkeitsspezialistin bei IVF-Life Alicante. Sie ist eine äußerst erfahrene Ärztin, die ihre akademische Laufbahn am angesehenen Gymnasium Carlo-Schmid in Tübingen begann. Nach ihrer Zeit an dieser Einrichtung schloss sie ihr Medizinstudium an der Universität Ulm ab, eine Periode, die von 2012 bis 2019 dauerte. Neben ihren akademischen Erfolgen ist es erwähnenswert, dass sie über umfangreiche Sprachkenntnisse verfügt und die englische, französische, spanische und italienische Sprache tadellos beherrscht. Dieses wertvolle Repertoire an Sprachkenntnissen fügt zweifellos eine zusätzliche Dimension zu ihrem bemerkenswerten akademischen Profil hinzu. Im Verlauf ihrer beruflichen Laufbahn hat Dr. Eissler eine beeindruckende Bandbreite an praktischen Erfahrungen gesammelt. Ihre praktische Ausbildung erstreckt sich weit darüber hinaus und umfasst zahlreiche Praktika in Bereichen wie Anästhesiologie, Gynäkologie und Allgemeinmedizin, die sie an weltweit renommierten Einrichtungen absolvierte.
Veranstaltungsmoderatorin
Agata Panas

Agata Panas

Agata Panas ist Journalistin, Copywriterin, PR-Spezialistin und Germanistin. Sie hat Erfahrung in den Branchen Marketing und Wideo Marketing. Sie ist seit mehreren Jahren in der Kinderwunschbranche tätig. Agata arbeitete in einer Kinderwunschklinik als PR-Spezialistin. Derzeit leitet sie die PR- und Marketingaktivitäten in mehreren Kliniken. Sie schreibt Artikel, verwaltet soziale Medien und produziert Werbevideos. Privat treibt sie gerne Sport. Neben dem Joggen auf der Straße stellt sie regelmäßig ihre sportlichen Fähigkeiten unter Beweis, während sie sich um ihre beiden Kinder kümmert.
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